Glossar

A

Abdominale Schmerzen

Das Wort „Abdomen“ beschreibt den Bauch allgemein, folglich sind abdominale bzw. abdominelle Schmerzen ein Synonym für Bauchschmerzen, die diesen Bereich betreffen.

ActiRegularis®-Kultur

ActiRegularis® ist die Bezeichnung für die speziell in ACTIVIA eingesetzte probiotische Bakterienkultur und ist zusätzlich zu den herkömmlichen Joghurtstarterkulturen Lactobacillus bulgaricus und Streptococcus thermophilus enthalten. ActiRegularis® wird wissenschaftlich als Bifidobacterium lactis DN-173 010 bezeichnet. Die Bakterienkultur bzw. genauer gesagt das Bakterium gehört zur Gruppe der Bifidobakterien. Um im Körper gesundheitliche Effekte entfalten zu können, muss die probiotische Kultur die Magen-Darm-Passage in hoher Zahl lebend und aktiv überstehen. ActiRegularis® findet sich in hoher Zahl und lebend im Darm wieder. Da sich probiotische Kulturen wie B. lactis nur vorübergehend im Darm ansiedeln, wird ein regelmäßiger Verzehr empfohlen.

B

Bakterienkultur

Als Bakterienkultur wird der in einer geeigneten Umgebung, d.h. in einem flüssigen oder festen Nährmedium gezüchtete Bakterienstamm bezeichnet. Im Labor werden Bakterien häufig zu diagnostischen, technischen und wissenschaftlichen Zwecken als Bakterienkulturen angezüchtet. Von besonderer Bedeutung sind Reinkulturen, d.h. Kulturen, in denen sich nur ein Bakterienstamm befindet und keine anderen Lebewesen von außen eindringen können. Bei der ActiRegularis®-Kultur handelt es sich um eine Reinkultur.

Borborygmi/ Bauchgrummeln

Bauchgrummeln (Borborygmi) ist ein deutlich zu vernehmendes grummelndes Geräusch aus der Bauchgegend, das durch Muskelkontraktionen und wellenförmige Bewegungen, die den Nahrungsbrei im Magen und Darm weitertransportieren, verursacht wird. Häufig werden auch Verdauungsgeräusche des Darms mit Magenknurren verwechselt. Diese Darmgeräusche entstehen durch bei der Verdauung entstehende Gase, die sich mit dem Speisebrei bewegen. Manchmal treten Bauchgrummeln und Darmgeräusche auch parallel auf.

Bifidobacterium lactis

Die Klassifizierung (Einteilung) der Bifidobakterien hat sich seit ihrer ersten erfolgreichen Identifikation kontinuierlich verändert. So wird beispielsweise der in ACTIVIA enthaltene Stamm Bifidobacterium animalis nach der neuen Einteilung als Bifidobacterium animalis subspecies lactis klassifiziert. Üblicherweise wird der Stamm als Bifidobacterium lactis bezeichnet. Seit 1974 werden sie als eine eigene Gattung anerkannt. Bislang wurden 29 verschiedene Spezies (Arten) von Bifidobakterien beschrieben. Die spezielle Bifiduskultur Bifidobacterium lactis DN-173 010 wurde nach intensiver Forschungsarbeit vom Danone Forschungszentrum aufgrund ihrer hohen Überlebensrate während der Magen-Darm-Passage als besonders geeignet ausgewählt. Diese probiotische Bakterienkultur ist nur im Milchprodukt ACTIVIA enthalten, das – täglich verzehrt – einen positiven Einfluss auf das Darmwohlbefinden ausübt.

Bifidus/ Bifidobakterien/ Bifiduskultur

Als Bifiduskultur werden allgemein Bakterienstämme aus der Gruppe der Bifidobakterien bezeichnet.

Bifidobakterien sind eine Milchsäurebakteriengattung und Teil der menschlichen Darmflora. Es gibt verschiedene Arten von Bifidobakterien, die häufig für eine bestimmte Art spezifisch sind. Der in ACTIVIA enthaltene Stamm – B. lactis DN-173 010, wurde speziell von den Danone-Forschungsteams ausgewählt.

Blähbauch

Das Phänomen Blähbauch umfasst den fließenden Übergang von einem aufgeblähten Gefühl bis hin zur physischen Bauchausdehnung im Tagesverlauf. Die Ursachen für diese Phänomene sind vielfältig und noch nicht im Detail erforscht. In mehreren wissenschaftlichen Studien wurde explizit die positive Wirkung von Activia auf ein aufgeblähtes Gefühl als Teil des Darmwohlbefindens untersucht und bestätigt.

Blinddarm

Als Blinddarm wird der 6 – 8 cm lange blind endende Anfangsteil des Dickdarms bezeichnet, der rechts im Unterbauch direkt unterhalb der Einmündungsstelle des Dünndarms in den Dickdarm liegt. Er ist u. a. Vermehrungsort der für die Verdauung unentbehrlicher Darmbakterien. An seinem Ende befindet sich der bleistiftdicke Wurmfortsatz, auch Appendix vermiforis genannt. Eine Entzündung des Wurmfortsatzes wird umgangssprachlich als Blinddarmentzündung bezeichnet.

D

Darmbakterien

Im Darm des Menschen findet sich, je nach Art seiner Ernährung eine konstante Bakterienflora, die sich aus diversen v. a. im Dickdarm lebenden Bakterien zusammensetzt. Sie bilden einen Großteil der normalen Darmflora und erfüllen wichtige Funktionen im menschlichen Organismus. So bauen sie z. B. die für uns unverdaulichen Nahrungsbestandteile im Speisebrei ab, liefern lebenswichtige Vitamine wie Vit. K und B12 und sind an der Unterdrückung von Krankheitserregern beteiligt.

Darmflora

Die Darmflora setzt sich aus allen Bakterien zusammen, die von Natur aus im menschlichen Darm, insbesondere im Dickdarm, leben. Dabei übersteigt die Anzahl der Bakterien die Zellzahl des menschlichen Körpers um das Zehnfache (1014 zu 1013). Das sind insgesamt mehr als 100.000 Milliarden Mikroorganismen, die zusammen bis zu 1,5 kg des Körpergewichts ausmachen. Die Darmflora ist für die Funktionsfähigkeit des Magen-Darm-Systems und des Körpers insgesamt unverzichtbar.

Darmpassage

Die Magen-Darm-Passage ist der Vorgang, in dessen Rahmen die Nahrung vom Mund bis zum Darmausgang gelangt.

Darmpassagezeit / Darmtransitzeit

Die Darmpassagezeit ist die Zeit, in der Nahrung vom Mund bis zum Darmausgang gelangt. Die Zeit, die ein Nahrungsstoff benötigt, um den Darm zu passieren, ist individuell ausgeprägt und variiert auch bei identischen Ernährungsgewohnheiten signifikant von Person zu Person. Die "normale" Passagezeit liegt zwischen 24 und 72 Stunden. Entsprechend variiert auch die Wahrnehmung von träger Verdauung. Mehrere Studien zeigen, dass ACTIVIA mit seiner speziellen Kultur Bifidobacterium lactis DN-173 010 die Transitzeit im Darm positiv beeinflussen kann.

Darmträgheit

Unter Darmträgheit ist eine verzögerte Transitzeit des Darms zu verstehen. Damit der Nahrung im Verdauungstrakt nach und nach Nährstoffe und Wasser entzogen werden können, schiebt die Darmmuskulatur den Speisebrei wellenförmig durch den Darm. Ist das Bewegungsvermögen beeinträchtigt, sind die Bewegungen zu langsam und die Transitzeit der Nahrung ist verzögert. Die "normale" Darmpassagezeit liegt meist zwischen 24 und 72 Stunden. Entsprechend kann auch die Wahrnehmung von träger Verdauung variieren.

Darmwohlbefinden

Darmwohlbefinden bezieht sich auf die Fähigkeit des Verdauungssystems, angemessen zu funktionieren und somit als wichtiger Aspekt der menschlichen Gesundheit zur Lebensqualität beizutragen. Das Darmwohlbefinden beruht auf vielen Aspekten, die körperlicher und psychologischer Art sind. Das Darmwohlbefinden kann durch Anzeichen von Beschwerden wie z.B. aufgeblähtes Gefühl, Blähungen und Bauchschmerzen beeinträchtigt werden. Etwa 25% der Bevölkerung und fast eine von zwei Frauen haben Verdauungsbeschwerden. Die Relevanz des Darmwohlbefindens für die Gesundheit wird zum Beispiel auch von der EFSA bestätigt *.

Dickdarm

Der Dickdarm bezeichnet den Abschnitt des Darms, der für die Eindickung des Stuhls zuständig ist. Der Dickdarm schließt sich im rechten Unterbauch an den Dünndarm an und besteht aus Blinddarm und Grimmdarm (Kolon).

Dünndarm

Der Dünndarm ist Hauptort der Nährstoffaufnahme beim Menschen, d.h. der Aufnahme der durch die Verdauung entstehenden Spaltprodukte der Nahrung. Er schließt sich unmittelbar an den Magen an, ist vier bis fünf Meter lang und wird in drei Abschnitte unterteilt: Zwölffingerdarm (Duodenum), Leerdarm (Jejunum) und Krummdarm (Ileum). In den Zwölffingerdarm werden die Verdauungssekrete aus der Bauchspeicheldrüse und der Gallenblase abgegeben. Der mit den Verdauungsenzymen durchmischte Speisebrei wird weiter in den Leerdarm transportiert, wo hauptsächlich die Aufnahme der kleinsten Nahrungsbestandteile sowie der Nährstoffe in das Blut und die Lymphbahnen erfolgt. Die Dünndarmschleimhaut ist in zahlreiche, ringförmige Falten gelegt, die wiederum zahlreiche kleine Ausstülpungen, die sogenannten Darmzotten, tragen. Auf diese Weise wird die Darmoberfläche stark vergrößert, sodass möglichst viele Nährstoffe aufgenommen werden können. Zum Ende des Dünndarms nimmt die Zahl der Zotten und Falten immer mehr ab, da hier kaum noch eine Resorption der Nährstoffe erfolgt.

Durchfall

Durchfall bezeichnet einen ungeformten oder wässrigen Stuhl, der mehr als dreimal täglich ausgeschieden wird und oft mit krampfartigen Bauchschmerzen einhergeht. Ausgelöst wird er entweder durch beschleunigte Darmbewegungen, so dass dem Nahrungsbrei nicht genügend Flüssigkeit entzogen wird, durch zu geringe Aufnahme der im Speisebrei enthaltenen Flüssigkeit oder durch eine vermehrte Abgabe von Flüssigkeit in den Darm. Durchfall kann u.a. durch Darmentzündungen, Darminfektionen, Lebensmittelvergiftungen, Unverträglichkeit von Lebensmitteln, psychische Einflüsse oder Medikamentenmissbrauch hervorgerufen werden.

 

* EFSA Journal 2010 Draft Guidance on gut and immune function claims

E

EFSA

Bei der EFSA handelt es sich um die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (engl.: European Food Safety Authority, EFSA). Sie wurde 2002 als zentrale Behörde für die wissenschaftliche Risikobewertung der Lebens- und Futtermittelsicherheit in der Europäischen Union eingerichtet und informiert über bestehende und neu auftretende Risiken in Zusammenhang mit der Lebensmittelkette. Darüber hinaus ist die EFSA mit der wissenschaftlichen Bewertung von gesundheitsbezogenen Aussagen zu Lebensmitteln beauftragt und soll so sicher stellen, dass auf Lebensmittelverpackungen und in der Werbung fundierte und richtige Angaben über Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit gemacht werden *.

 

* EFSA Journal 2010 Draft Guidance on gut and immune function claims

F

Ferment

Ein Ferment ist ein Mikroorganismus oder eine Gruppe von Mikroorganismen, die für die Fermentation verantwortlich sind. Die Fermentation dient vor allem der Haltbarmachung von Lebensmitteln durch die Umwandlung von Zucker in Milchsäure. So wird durch die Fermentation die Entstehung pathogener Bakterien verhindert. Zu den Fermenten zählen: 

     • Bakterien wie etwa Milchsäurefermente in Joghurt zum Verdicken der Milch:

          - Streptococcus thermophilus

          - Lactobacillus bulgaricus 

          - Bifidobacterium 

     • Pilze wie etwa Bierhefe 

Flatulenz

Flatulenz, auch besser bekannt unter dem Begriff Blähungen, bezeichnet vermehrtes Auftreten von Darmgasen, die entweder vor oder mit der Darmentleerung einhergehen. Flatulenz kann verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel Luftschlucken oder bei normaler Gasbildung eine behinderte Ableitung aus dem Darm, ähnlich wie bei einer Verstopfung. Darmgase werden auch von den im Dickdarm lebenden Bakterien als Folge des Abbaus von Nahrungsbestandteilen produziert. Bestimmte Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Kohl oder ballaststoffreiche Speisen fördern die Entstehung von Blähungen.

G

Gluten

Gluten bezeichnet das Klebereiweiß, das in den Hauptgetreidearten Weizen, Roggen, Gerste, Hafer und Dinkel zu finden ist. Reis, Mais und Hirse dagegen sind glutenfrei. Für die Backeigenschaften eines Getreidemehls ist der Glutenanteil von entscheidender Bedeutung. Weizengluten weist dabei die besten Backeigenschaften auf. Unter anderem beeinflusst es die Wasserbindung sowie die Elastizität des Teigs. Manche Menschen können Gluten nicht vertragen und reagieren aufgrund einer speziellen Erkrankung, die als Zöliakie bezeichnet wird, allergisch auf das Klebereiweiß.

Gastroenterologe

Ein Gastroenterologe ist ein spezialisierter Arzt, der sich hauptsächlich mit Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts befasst. Die Gastroenterologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin und befasst sich mit Diagnostik, Therapie und Prävention von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts sowie der mit diesem Trakt verbundenen Organe Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse.

J

Joghurt

Joghurt ist eine bestimmte Art fermentierter Milch. Bei der Herstellung von Joghurt werden der warmen Milch zwei spezielle Milchsäurebakterien gleichzeitig zugesetzt. Diese vermehren sich bei einer bestimmten Temperatur, auf der die Milch gehalten wird. Die Bakterien sind Lactobacillus bulgaricus einerseits und Streptococcus thermophilus andererseits. Im Joghurt besitzen sie komplementäre Funktionen: Ersterer sorgt für Säure, Letzterer verbessert das Aroma. Nur ACTIVIA enthält zudem noch die besondere ActiRegularis®-Bakterienkultur.

K

Klinische Studie

Klinische Studien werden an Menschen durchgeführt, um die Wirksamkeit oder Sicherheit eines Produkts festzustellen. Anhand der Ergebnisse klinischer Studien kann der Nutzen des geprüften Produkts bestimmt werden. Bei den zur Bestimmung der positiven Auswirkungen von ACTIVIA auf das Darmwohlbefinden durchgeführten klinischen Studien wurden hohe Qualitätsstandards angewendet. Die Kriterien, die ethischer und methodologischer Natur (Vorgehensweise) sind, gewährleisten, 

- dass es in der Studie nicht zu Verzerrungen kommt. 

- dass der beobachtete Nutzen tatsächlich auf das Produkt zurückzuführen ist.

L

Lactobacillus bulgaricus

Lactobacillus bulgaricus ist eine stäbchenförmige Bakterienart, die zur Herstellung von traditionellem Joghurt und Käse verwendet wird. Bei mildem Joghurt wird anstatt L. bulgaricus eine andere Bakterienart (Lactobacillus acidophilus) eingesetzt.

Lactose

Lactose, auch Milchzucker genannt, ist ein Zweifachzucker, der sich aus jeweils einem Molekül Glucose und Galactose zusammensetzt. Im Darm wird Lactose von dem Enzym Lactase in diese beiden Bestandteile aufgespalten, damit der Körper diese Nährstoffe aufnehmen kann. Wie der Name schon verdeutlicht, ist Lactose v.a. in Milch und diversen Milchprodukten zu finden. Im Erwachsenalter wird Lactose meist weniger gut vertragen, da die Produktion des körpereigenen Enzyms Lactase natürlicherweise zurückgeht. Wenn ein Lacatasemangel auftritt, wird Lactose nur noch unzureichend verdaut und man spricht von einer Lactoseintoleranz.

M

Magen

Der Magen ist ein muskulöser Abschnitt des Verdauungstrakts, der der Speicherung, Durchmischung und Zerkleinerung der aufgenommenen Nahrung dient. Der so aufbereitete und durch Enzyme im Magensaft teilweise in kleinere Nährstoffe aufgespaltete Nahrungsbrei wird vom Magen portionsweise in den Zwölffingerdarm abgegeben.

Magen-Darm-Trakt

Der Magen-Darm-Trakt, auch Gastrointestinaltrakt genannt, ist ein Teil des Verdauungstrakts und umfasst neben dem Magen den Zwölffingerdarm, Dünndarm, Dickdarm und Mastdarm.

Magensäure

Die Magensäure bezeichnet die im Magensaft enthaltene Salzsäure. Diese sorgt für den niedrigen pH-Wert des Magensafts (1,0 – 2,0) und leitet die Aufspaltung der Nahrungseiweiße ein.

Mastdarm

Der Mast- oder Enddarm (Rektum) ist der letzte Abschnitt des Darms und nur etwa 20 cm lang. Er dient der Speicherung und Andickung des Stuhls sowie dessen Ausscheidung.

Mikroorganismen

Mikroorganismen, manchmal umgangssprachlich auch „Mikroben“ genannt, sind mikroskopisch kleine Lebewesen, die als einzelne Individuen mit bloßem Auge in der Regel nicht zu erkennen sind. Zu ihnen gehören Bakterien, Viren, einzellige Lebewesen und viele Pilzarten.

Milchsäurebakterien

Milchsäurebakterien sind eine Gruppe von Bakterien, die sich nicht nach bestimmten Kriterien einer gemeinsamen Klasse zuordnen lassen können. Jedoch weisen sie als gemeinsame Eigenschaft die Verwertung von Kohlenhydraten wie z.B. Milchzucker auf, wobei als bakterielles Stoffwechselabbauprodukt Milchsäure entsteht. Sie leben im menschlichen Organismus, werden aber auch in der Lebensmittelverarbeitung zur Herstellung von Milchprodukten eingesetzt. Zur Gruppe der Milchsäurebakterien gehören Bakteriengattungen wie z.B. Laktobazillen, Streptokokken und Bifidobakterien.

Milchzucker

Wie der Name schon andeutet, ist Milchzucker (Lactose) in Milch und damit in vielen Milcherzeugnissen enthalten. Es handelt sich dabei um einen Zweifachzucker, der sich jeweils aus einem Molekül Glucose und Galactose zusammensetzt. Im Darm wird der Milchzucker vom Enzym Lactase in die beiden Bestandteile aufgespalten, damit er vom Körper aufgenommen werden kann. Im Erwachsenenalter wird Milchzucker für gewöhnlich schlechter vertragen, da die Produktion des Enzyms Lactase abnimmt. Bei Menschen, die unter einem Enzymmangel leiden, kommt es zu einer Laktoseintoleranz.

Mund

Der Mund bezeichnet die Körperhöhle sowie die ihn umgebenden Weichteile im Kopf und bildet den obersten Teil des Verdauungstrakts. Er ist die Körperöffnung, durch die Nahrung aufgenommen wird.

N

Nährstoffe

Bei Nährstoffen handelt es sich um Nahrungsbestandteile, die Energie liefern und/oder für die Aufrechterhaltung von Körperfunktionen gebraucht werden. Die sogenannten Makronährstoffe sind Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße. Diese sind in erster Linie Energielieferanten, üben aber auch wichtige Funktionen im menschlichen Organismus aus. Weitere Nährstoffe sind Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Jene wiederum liefern zwar keine Energie, sind aber für zahlreiche Abläufe im Körper und damit für die Gesunderhaltung des Menschen unentbehrlich. Als kritische Nährstoffe werden Nährstoffe bezeichnet, die in bestimmten Bevölkerungsgruppen oder geografischen Gebieten nicht in ausreichender Menge aufgenommen werden und zu Mangelerscheinungen des Körpers führen können.

P

Pathogene Bakterien

Pathogene Bakterien verursachen Krankheiten im Körper. Für den Menschen sind ungefähr 200 Bakterienarten krankheitserregend, also pathogen. Aber auch Viren und Protozoen (tierische Einzeller) können pathogen für den Menschen sein. Bis zur Entdeckung der Viren war man der Ansicht, dass Bakterien die Auslöser aller Infektionskrankheiten seien.

Präbiotika

Präbiotika sind nicht verdauliche Substanzen aus der Nahrung, die das Wachstum und/oder die Aktivität gesundheitsfördernder Bakterien im Dickdarm anregen und somit die Gesundheit des Wirts (Menschen) fördern. Präbiotika kommen von Natur aus in Obst und Gemüse vor und stellen einen besonders wertvollen Anteil der Ballaststoffe in der menschlichen Ernährung dar.

Probiotika

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind Probiotika lebensfähige Mikroorganismen, die bei ausreichendem Verzehr für den Konsumenten gesundheitsfördernd sind.

R

Rechts- und linksdrehende Milchsäure

Man unterscheidet zwei Formen der Milchsäure aufgrund der unterschiedlichen räumlichen Anordnung einer ihrer Molekülgruppen: a) die rechtsdrehende Milchsäure, die u.a. als Stoffwechselabbauprodukt im menschlichen Körper vorkommt und b) die linksdrehende Milchsäure, die der Organismus selbst nicht herstellen kann und daher etwas langsamer abgebaut wird. Lange Zeit wurde vermutet, dass die Aufnahme größerer Mengen linksdrehender Milchsäure zu einer Verschiebung des pH-Wertes im Blut führt und somit eine Übersäuerung des Organismus zur Folge hat. Diese These ist zwischenzeitlich allerdings widerlegt worden.

Reizdarm

Beim Reizdarm handelt es sich um Dickdarmbeschwerden, die ohne zugrunde liegende organische Störungen auftreten und zu denen Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall oder beides im Wechsel, sowie Blähungen und Völlegefühl zählen können.

Reizdarmsyndrom

Als „Reizdarmsyndrom“ (Irritable Bowel Syndrome) werden eine Reihe von Symptomen bezeichnet, die in Dünn- und Dickdarm auftreten: Bauchschmerzen, die in den letzten drei Monaten an mindestens drei Tagen pro Monat wiedergekehrt sind. Die Schmerzen werden durch Stuhlentleerung gelindert und gehen mit einer veränderten Stuhlfrequenz und –konsistenz einher. Ein Teil der ACTIVIA-Studien wurde mit Teilnehmern mit Reizdarmsyndrom durchgeführt, da sich das Reizdarmsyndrom als Modell für die Untersuchung leichter Verdauungsbeschwerden anbietet: Die Symptome sind analog, nur sind sie beim Reizdarmsyndrom etwas stärker ausgebildet. Diese Vorgehensweise ist sowohl von Gastroenterologen** als auch von der EFSA*** anerkannt.

** www.landesbioscience.com/journals/gutmicrobes/article/13610

*** EFSA Journal 2010 Briefing document for Art. 13 & 14 Health Claims evaluations sowie EFSA Journal 2010 Draft Guidance on 

     gut and immune function claims

 

S

Speichel/Speicheldrüsen

Die Speicheldrüsen schütten Speichel aus, der v.a. aus Wasser und Enzymen (z. B. Speichelamylase) besteht, um Kohlenhydrate aufzuspalten. Die Absonderung von Speichel wird willensunabhängig vom vegetativen Nervensystem gesteuert, welches vor allem lebenswichtige Körperfunktionen wie die Atmung, die Verdauung oder den Stoffwechsel steuert. Pro Tag werden 1-2 Liter Speichel gebildet, der für die Reinigung der Mundhöhle und den Transport der Nahrung notwendig ist.

Speiseröhre

Die Speiseröhre ist ein etwa 25 cm langer Muskelschlauch und ist für den Transport von Nahrung vom Rachen in den Magen zuständig. Die sogenannten Ring- und Längsmuskeln der Speiseröhre sorgen dafür, dass die Nahrung auch bei Nahrungsaufnahme im Liegen in den Magen transportiert werden kann.

Stammspezifische Effekte

Jede probiotische Kultur weist unterschiedliche Eigenschaften auf und übt spezifische Effekte aus, die für die gesundheitliche Wirkung entscheidend sind. Daher fordert zum Beispiel das Bundesinstitut für Risikobewertung zum Beleg der Wirksamkeit Studien mit dem getesteten Produkt am Menschen. Studienergebnisse mit einem probiotischen Bakterienstamm sind somit nicht auf andere – auch nicht verwandte – Stämme übertragbar. Für ACTIVIA mit dem probiotischen Stamm ActiRegularis® wurde hinreichend belegt, dass es nachweislich hilft, das Darmwohlbefinden zu verbessern, indem er z.B. ein aufgeblähtes Gefühl reduziert****.

**** Blähbauch als Teil des Darmwohlbefindens, in Bezug auf ein aufgeblähtes Gefühl

Streptococcus thermophilus

Streptococcus thermophilus ist ein Milchsäurebakterium, das klassischerweise neben Lactobacillus bulgaricus in der Herstellung von Joghurt verwendet wird.

Stoffwechsel

Alle im menschlichen Körper stattfindenden biochemischen Reaktionen, die dem Aufbau, Umbau und Abbau von Stoffen dienen, werden unter dem Dach Stoffwechsel (Metabolismus) zusammen-gefasst. Diese Reaktionen sorgen dafür, dass die Körpersubstanz erhalten bleibt und der Organismus angemessen funktionieren kann.

T

Träge Verdauung

V

Verdauung

Verdauung bildet den Oberbegriff für alle Vorgänge, welche die Zerkleinerung und Aufspaltung der Nahrung in kleinste Teile bezeichnet und welche die Aufnahme dieser Nährstoffe sowie die Ausscheidung der nicht verwertbaren Stoffe aus der Nahrung betreffen. Die Verdauung beginnt mit der Zerkleinerung der Nahrung im Mund, geht weiter über die Speiseröhre in den Magen. Von dort wird der Nahrungsbrei nach weiterer Zerkleinerung und Durchmischung portionsweise in den obersten Abschnitt des Dünndarms, den Zwölffingerdarm, abgegeben. Hier werden Galle und Enzyme aus der Bauspeicheldrüse zugeführt, um Fette und Eiweiße in kleinste resorbierbare Bestandteile zu zerlegen. Durch wellenförmige Darmbewegungen wird der Nahrungsbrei weiter in den Dünndarm transportiert, wo die eigentliche Resorption der aufgespalteten Nahrungsbestandteile in das Blut bzw. in die Lymphbahnen stattfindet. Die nicht verdaulichen Bestandteile werden in den Dickdarm weitergeleitet und nach Wasserentzug über den Mastdarm ausgeschieden.

Im Vergleich zur wissenschaftlichen Definition wird in der Umgangssprache oft unter Verdauung der vollständige Prozess von der Nahrungsaufnahme bis hin zur Ausscheidung verstanden. 

Verdauungsenzyme / -proteine

Verdauungsenzyme sind notwendig, um den mechanisch zerkleinerten Nahrungsbrei in seine kleinsten aufnehmbaren Nährstoffe aufzuspalten: Eiweiße in Aminosäuren, Kohlenhydrate in Einfach- oder Zweichfachzucker, Fette in Fettsäuren. Zu den Verdauungsenzymen gehören u.a. die von den Speicheldrüsen produzierte Speichelamylase, das vom Magen ausgeschüttete Pepsin und z.B. die Pankreaslipase aus der Bauchspeicheldrüse. Darüber hinaus enthält das von der Dünndarmschleimhaut hergestellte Sekret die Verdauungsenzyme Dipeptidasen und Glukosidasen, die Eiweiße bzw. Kohlenhydrate spalten.

Verdauungsorgane

Zu den Organen des Verdauungstrakts zählen Mund und Rachen, die sich daran anschließende Speiseröhre, welche in den Magen übergeht sowie Magen, Zwölffingerdarm, Dünndarm, Dickdarm und Mastdarm. Auch die Drüsen, die Verdauungsenzyme absondern (Speicheldrüsen, Bauchspeicheldrüsen, Leber), können im weitesten Sinne zu den Verdauungsorganen gezählt werden.

Verdauungsbeschwerden/Verdauungsstörungen

Bei Verdauungsstörungen, häufig auch als Verdauungsbeschwerden bezeichnet, handelt es sich um Störungen der Verdauungsabläufe, die verschiedene Ursachen haben können. Verdauungsbeschwerden, zu denen abdominale Schmerzen, ein aufgeblähtes Gefühl, Flatulenz und veränderte Darmbewegungen zählen, können als das Gegenteil von "Darmwohlbefinden" betrachtet werden. Fühlt ein Mensch sich beispielsweise aufgebläht, hat er ein Problem mit der Verdauung bzw. verspürt ein verdauungsbezogenes Unwohlsein. Das Darmwohlbefinden ist in diesem Fall beeinträchtigt. ACTIVIA unterstützt das Darmwohlbefinden, indem es regelmäßig verzehrt und im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung und eines gesunden Lebensstils Verdauungsbeschwerden vermindern kann. Zu möglichen Ursachen von Verdauungsbeschwerden gehören u.a. Stress, veränderte Essgewohnheiten und mangelnde Bewegung.

Verstopfung

Verstopfung ist als verzögerte Entleerung des Darms zu verstehen. Eine Verstopfung liegt vor, wenn über einen längeren Zeitraum weniger als drei Stuhlgänge pro Woche auftreten, wobei der Stuhl in der Regel vergleichsweise hart ist. Häufig besteht auch das Gefühl einer unvollständigen und mühsamen bis hin zur schmerzhaften Entleerung, bei der ein starkes Pressen notwendig ist. Die Ursachen für eine Verstopfung können ballaststoffarme Ernährung, eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr und Bewegungsmangel sein. Aber auch diverse Erkrankungen, Abführmittelmissbrauch oder hormonelle Einflüsse können Verstopfung als Folge haben.

Völlegefühl

Ein Völlegefühl ist ein unangenehmes Schwereempfinden im Magenbereich. Meist entsteht diese Verdauungsstörung durch verschluckte Luft, übermäßige Gasbildung im Darmbereich oder durch einen mangelhaften Gasabtransport. Häufig tritt das Völlegefühl zusammen mit anderen Beschwerden wie Blähungen, Verstopfung oder Durchfall auf. Beschrieben wird es beispielsweise als angespannter, aufgeblähter und nach vorne gewölbter Bauch.

Z

Zwölffingerdarm

Der Zwölffingerdarm bildet einen Abschnitt des Dünndarms und misst ca. 25 cm. In ihn münden die Ausführungsgänge der Bauchspeicheldrüse und der Gallenblase. Der Nahrungsbrei wird hier mit der Galle und dem Verdauungssekret aus der Bauchspeicheldrüse vermischt.